Warum es uns trotz Informationsflut an Wissen fehlt

Aktualisiert: 2. Feb.

Wir ertrinken in Informationen, aber es fehlt uns an Wissen. John Naisbitt

Täglich werden wir mit einer enormen Menge an Informationen konfrontiert. Über PC und Smartphone sind wir ununterbrochen verschiedensten Informationsströmen ausgesetzt. Newsseiten, E-Mails, Soziale Netzwerke, Messegerdienste und andere Formen der modernen Kommunikation feuern rund um die Uhr Inhalte ab. Aber welchen Nutzen hat diese endlose Informationsflut, der wir täglich ausgesetzt sind? Kurz gesagt: Keinen! Um zu verstehen, warum das so ist, muss man verstehen, dass Informationen und Wissen nicht das Gleiche sind.


Der Unterschied zwischen Daten, Informationen und Wissen

Die Begriffe Daten, Informationen und Wissen werden oftmals gleichbedeutend verwendet. Sie sind zwar eng miteinander verknüpft, aber nicht das Gleiche. Daten sind mess- oder beobachtbare Fakten, welche erst durch einen Kontext zu Informationen umgewandelt werden. Diese wiederum werden durch die Verknüpfung mit den Erfahrungen und dem Denken des Menschen zu Wissen.


Grafik die, die Umwandlung von Daten in Informationen und Informationen in Wissen verdeutlicht: Daten werden durch Semantik zu Informationen und diese durch Pragmatik/Vernetzung zu Wissen

Zum Beispiel die Zahl 35: Ohne Kontext, also ohne Interpretation, sind solche Daten nutzlos. Es könnte sich um einen Preis handeln, um das Alter einer Person oder um eine Hausnummer. Erst durch den Kontext „°C“, wird klar, dass es sich um eine Temperaturangabe handelt. Durch die Verknüpfung dieser Information mit Erfahrungen und logischem Denken entsteht Wissen, aus dem Rückschlüsse auf ein konkretes Problem und dessen Lösung gezogen werden können. In unserem Beispiel: Die Temperatur der Produktionshalle liegt bei 35°C. Ab dieser Temperatur darf der Raum, ohne geeignete Maßnahmen, laut Arbeitsstättenverordnung nicht mehr als Arbeitsraum genutzt werden. Eine geeignete Maßnahme ist, der Einbau einer Klimaanlage oder die Verbesserung der Raumbelüftung.


Wir saufen ab! Wie die Informationsflut den Erfolg verhindert.

Die ständige Informationsflut macht krank! Das ist schon lange bekannt und Thema zahlreicher internationaler Studien. Aber welchen Einfluss hat das Dauerfeuer auf den unternehmerischen Erfolg?

Wer ein Projekt erfolgreich abschließen und eine nachhaltige Lösung schaffen will, der muss sich Wissen aus unterschiedlichen Quellen aneignen. Die passenden Informationen finden sich in der Regel im Internet, in Unternehmensdatenbanken, alten Projektordnern oder ergeben sich aus Expertenbefragungen bzw. Gesprächen mit den eigenen Kollegen. Damit werden zwar große Mengen an Informationen eingeholt, aber deren sinnhafte Verwertbarkeit ist dadurch nicht gegeben. Das heißt, wie sind die gesammelten Informationen zu bewerten? Wozu brauche ich sie konkret? Sind sie für mein konkretes Aufgabenumfeld relevant? Wie kann ich sie zielführend weiterverarbeiten? Es droht der Informationsoverflow, d.h. die Menge an Informationen lassen sich nicht mehr bewältigen, es werden falsche oder nicht optimale Informationen zur Lösungsfindung verwendet und die Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit, der am Projekt beteiligten Personen, z.B. durch Stress, negativ beeinträchtigt. Zudem nimmt aufgrund von qualitativ weniger werthaltigen Informationen die Entscheidungsfähigkeit und -qualität der Entscheidungsträger ab. Darunter leidet das Gesamtergebnis. Statt Wissen für die Lösung einer komplexen Aufgabe bereitzustellen, wurden unbeherrschbare Mengen an Informationen angehäuft. Das hat zur Folge, dass die Lösung der Aufgabe zum Kraftakt wird.


Ein gestresster Mann schreit verzweifelt vor seinem Laptop

Was also tun, mit den angehäuften Informationen, um sie in Wissen zu transformieren? Im ersten Schritt müssen die Informationen strukturiert werden. Anschließend empfiehlt es sich, sie zusammenzufassen und nach Relevanz und Qualität zu bewerten. Durch die Verknüpfung der Informationen mit den Erfahrungen, Meinungen und Ideen aller Projektbeteiligten entsteht wertvolles Wissen, welches gesichert und mit allen geteilt werden kann.


Die Lösung für ein globales Problem

In der Theorie klingt das einfach. Aber wie setzt man das im laufenden Projektgeschäft um, ohne mehr Zeit zu verlieren? Wissensmanagement im Allgemeinen und Wissensmanagementsysteme im Speziellen, ermöglichen es die Informationen schon während der Recherchephase strukturiert abzulegen. In einem redaktionellen Prozess werden sie auf ihre Relevanz für das Projekt geprüft und nach Qualität ihrer Quelle bewertet. Durch das Zusammenfassen der einzelnen Publikationen, kann sich jeder schnell einen Überblick verschaffen, ohne sich selbst durch hunderte Seiten zu blättern. So entsteht neben der täglichen Arbeit mühelos und organisch eine solide Wissensbasis, welche eine Grundlage für die erfolgreiche Lösungsfindung darstellt.


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